Wir möchten Euch die Vielzahl der Initiativen, die sich für Kunst und Care stark machen, vorstellen: We Are Many!
Im Fokus unserer Übersicht stehen unabhängige, selbstorganisierte Initiativen aus dem deutsch-sprachigen Raum, die sich mit den Arbeits- und Lebensrealitäten von Künstler*innen mit Sorgeverantwortung beschäftigen – sei es als künstlerisches Kollektiv oder als (kultur-)politisches Netzwerk.
Eine Übersicht internationaler Netzwerke zu Kunst und Care findet ihr über die Kategorie-Funktion „Internationale Initiativen“.
Eine Übersicht an öffentlichen öffentlichen Einrichtungen zur Förderung von Gleichstellung und Diversität im Kulturbereich findet ihr hier.
Kennt ihr weitere passende Netzwerke? Schickt uns gerne einen Vorschlag über unser Formular.
Themen
- Bildende Kunst
- Theater & Darstellende Kunst
- Fotografie
- Literatur
- Tanz
- Film
- transdisziplinär
Region
- DACH-Region
- sonstiges Europa
- international
A.M.M.A.A. – The Archive for Mapping Mother Artists in Asia
A.M.M.A.A. ist ein Archiv- und Forschungsprojekt zur Kartierung von Mutter-Künstler:innen in Asien und in asiatischen Diasporas. Es dokumentiert künstlerische Praxis, Residenzen, Gespräche und biografische Verbindungen zwischen Care, Mutterschaft, Herkunft und zeitgenössischer Kunst.
And She Was Like BÄM!
Innerhalb von BÄM hat sich eine Arbeitsgruppe zu Care in den Künsten und Design gegründet. Außerdem schafft BÄM! mit Abendschulen, Stammtischen, Publikationen undTalks Formate, die nachhaltig Netzwerke aufbauen, um FLINTA sichtbar zu machen und gemeinsam ins Handeln zu kommen.
ARIM – An Artist Residency in Motherhood
ARIM ist eine selbstorganisierte, offene und kostenfreie Künstler:innenresidenz im eigenen Alltag. Statt Elternschaft als Hindernis zu behandeln, versteht ARIM Mutterschaft, Care-Zeit und häusliche Realität als wertvollen Ort künstlerischer Forschung und Produktion.
Art after Baby
Art after Baby ist ein südafrikanisches Projekt des Independent Network for Contemporary Culture & Art. Es unterstützt Künstler:innen, die Mütter sind oder Schwangerschaft, Verlust und damit verbundene biografische Brüche erlebt haben, durch Mentoring, Sichtbarkeit, Ausstellungen, Skills-Entwicklung und wirtschaftliche Empowerment-Strukturen.
art+care Schweiz
Das Netzwerk veröffentlicht die Erfahrungen, Bedürfnisse und Ressourcen der Beteiligten, möchte empowernde Kompliz*innenschaften anregen und Kräfte vereinen, um notwendige Veränderungen im Kultursektor zu erwirken.
art of intervention
Angesichts zunehmender Angriffe auf und Einschränkungen von kritischen Positionen und polemischer Infragestellung politisch verorteter Kunst und engagierter Wissenschaft erforscht art of intervention die Möglichkeiten von Kultur in Verbindung mit kritischem Denken und politischer Mobilisierung. Themen wie (Queer-)Feminismus, Care, Diversität und Inklusion, Antirassismus sowie innovative Formen der Wissensproduktion sind hierbei zentral.
Art Working Parents Alliance
Die Art Working Parents Alliance ist ein britisches Peer-Netzwerk für Eltern, die in der Kunstwelt arbeiten. Durch Sichtbarkeit, regionale und sektorale Gruppen, Mentoring, Veranstaltungen und Ressourcen setzt sich die Initiative für bessere Arbeitsbedingungen und eine inklusivere Kunstwelt ein.
Artist/Mother Podcast / Community
Artist/Mother ist ein Podcast und eine Community für arbeitende Künstler:innen, die auch Mütter oder Caregiver sind. Über Interviews, Ausstellungen, Retreats, Publikationen und Austauschformate stärkt die Plattform künstlerische Praxis und Elternschaft als gleichzeitig wirksame Lebensbereiche.
Artist Parent Index
Der Artist Parent Index ist eine durchsuchbare Datenbank für Künstler:innen, die über Elternschaft arbeiten oder ihre Arbeit mit Elternschaft in Beziehung setzen. Die Plattform schafft Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und historische Dokumentation für Kunst an der Schnittstelle von Elternschaft und Praxis.
Babes in Arms
Babes in Arms ist ein Kollektiv von Künstlerinnen und Müttern aus Hastings und St Leonards. Die Initiative schafft Räume für Austausch, künstlerische Arbeit und Workshops, in denen Kinder nicht ausgeschlossen, sondern als Teil der Lebens- und Produktionsrealität mitgedacht werden.
Both Artist and Mother
Both Artist and Mother ist ein digitales Interview- und Archivprojekt von Kate Fisher. Es dokumentiert Geschichten und Gespräche mit Künstlerinnen, insbesondere Keramikerinnen, die zugleich Mütter sind, und stärkt so Austausch, Ermutigung und Sichtbarkeit im Feld.
Bühnenmütter* e.V.
Eine Bühnenkarriere auf oder hinter der Bühne mit dem Familienleben zu verbinden ist eine große Herausforderung. Es fehlen Familien zugewandte Strukturen, die eine erfüllte Berufstätigkeit ermöglichen, die sich finanziell lohnt. Dieser Verein versammelt Bühnenkünstler*innen, die Netzwerke schaffen, Erfahrungen austauschen und sich für neue Strukturen in der Theaterlandschaft einsetzen wollen. Dabei vertreten wir alle Sparten, auf und hinter der Bühne, Stadttheater und Freie Szene.
Center for Parenting Artists
Das Center for Parenting Artists unterstützt die gleichzeitige Teilhabe an Familienleben und kreativer Praxis. Die Plattform sammelt Ressourcen, Hinweise und Austauschmöglichkeiten für Künstler:innen-Eltern und macht strukturelle Fragen rund um Care und Kunstproduktion sichtbar.
Creative Mothers Project
Das Creative Mothers Project ist eine Grassroots-Initiative in Leeds. Es bietet Müttern und Schwangeren einen unterstützenden, praktischen und kreativen Raum, in dem sie künstlerische Praxis, Mutterschaft und gegenseitige Stärkung miteinander verbinden können.
Cultural ReProducers
Cultural ReProducers ist eine Plattform und Community für Kulturarbeiter:innen, die Kinder großziehen. Sie sammelt Ressourcen zu familienfreundlichen Residenzen, organisiert Austausch und unterstützt eine Kunst- und Kulturlandschaft, in der Elternschaft als Teil professioneller Praxis anerkannt wird.
Desperate Artwives
Desperate Artwives ist ein Kollektiv von Künstlerinnen, von denen viele Mütter oder Care-Arbeitende sind. Mit Ausstellungen, Performances, Takeovers, Gesprächen und Aktivismus hinterfragt das Kollektiv gesellschaftliche Erwartungen an Mutterschaft, Weiblichkeit und künstlerische Arbeit.
Elternschaft und Kunstbetrieb
Unter dem Thema "Elternschaft & Kunstbetrieb" wurde 2021 im Rahmen der ersten Online-Netzwerkveranstaltung ein thematischer Schwerpunkt auf den Erfahrungsaustausch und die Selbstermächtigungsstrategien sogenannter „Eltern-Künstler*innen“ gerichtet.
2022 wurde in der zweiten digitalen Ausgabe zum einen der wissenschaftliche Blick auf die Thematik der Elternschaft im Spannungsfeld der Künste einbezogen, zum anderen praktische Vorschläge und politische Forderungen fixiert. Ein „Eltern und Künstler*in“-Sein zwischen Flexibilität und Struktur.
Eye Mama Project
Eye Mama ist eine globale Foto-Plattform, die den „mama gaze“ sichtbar macht. Das Projekt versammelt fotografische Perspektiven auf Mutterschaft, Care, Familie, Zuhause und Körper und versteht Mutterschaft inklusiv, unter anderem mit IVF-, Adoptiv-, Pflege-, LGBTQ+- und gender-diversen Erfahrungen.
fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen*
Mit dem Projekt kunst+care thematisiert das Aktionsbündnis die Vereinbarkeit von Sorgearbeit und Kunstproduktion. Ziel ist eine Verbesserung von Förderstrukturen auf Landes- und Bundesebene und die uneingeschränkte Teilhabe am Kunstbetrieb.
FLÜGELMUETERE
Im kollektiven Prozess findet eine künstlerische Auseinandersetzung über Themen wie Mutter*schaften, Reproduktion und Care Arbeit im Kontext der Kunst und Gesellschaft statt. Das Kollektiv steht ein für die Sichtbarmachung von care-gebenden Künstler*innen und das Kunstschaffen mit und um Kinder. Diesen Prozess behauptet das Kollektiv FLÜGELMUETERE gleichwertig mit der Kunst, die im gängigen Kanon nicht im kindgeteilten Raum entsteht und gezeigt wird.
galerie asterisk*
galerie asterisk* widmet Künstler*innen im Jahr der Geburt ihres Kindes eine Einzelausstellung. Retrospektiv werden alle Geburten als Ausstellung archiviert. Auf diese Weise handelt galerie asterisk* politisch gegen exkludierende Praxis im Kunstbetrieb. Ziel ist eine Vernetzung über die Viten: sichtbar und wiedererkennbar.
Hidden Mothers Art Project
Hidden Mothers arbeitet mit der historischen Bildfigur der „hidden mother“ und überträgt sie auf heutige Erfahrungen von Isolation, Stigma und Unsichtbarkeit. Das Projekt von Tereza Bušková stärkt insbesondere migrantische und isolierte Mütter durch partizipative Kunst, Film und öffentliche Präsentationen.
How Not to Exclude Artist Parents (Guidelines)
Die Guidelines formulieren konkrete Empfehlungen für Institutionen, Residenzen und Kunstorganisationen, um Künstler:innen mit Kindern nicht strukturell auszuschließen. Sie setzen bei Kommunikation, Reisebedingungen, Stillfreundlichkeit, Zeitplanung, Sichtbarkeit und familienbewusster Projektorganisation an.
HOWL Magazine
HOWL Magazine war ein australisches Magazin an der Schnittstelle von Kreativität und Mutterschaft. Es versammelte künstlerische, fotografische und erzählerische Perspektiven auf Muttersein, kreative Arbeit und die Vielschichtigkeit von Care, Identität und künstlerischem Ausdruck.
INFEMS
InFems ist eine feministische Kunstorganisation, die Frauen und Mädchen aus unterschiedlichen Hintergründen darin bestärkt, ihre Geschichten zu erzählen und Zugang zu Kunst zu finden. Über Ausstellungen, Gespräche, Symposien und Workshops verknüpft sie Kunstpraxis mit intersektionalem Feminismus.
Initiative for Practices and Visions of Radical Care
Die Initiative verbindet kuratorische Forschung, künstlerische Praxis und Care-Arbeit. Sie versteht sich weniger als klassisches Kollektiv denn als Ökosystem aus Künstler:innen, Heiler:innen, Denker:innen und Praktiker:innen, das neue Formen nachhaltiger Institutionen, Solidarität und gegenseitiger Abhängigkeit erprobt.
K&K - Bündnis Kunst & Kind München
Aufgrund der empirischen und sehr praxisorientierten Forschung, die K&K seit 2018 über die Netzwerk- und Ausstellungsarbeit betrieben hat, existiert eine breitere Diskussionsgrundlage in der Debatte über Kunstproduktion und Fürsorgearbeit.
K&K bewegt sich an der Schnittstelle von künstlerischem Kollektiv und politischer Initiative und hat für Künstler*innen mit Care-Verantwortung in den letzten Jahren eine wichtige Plattform geschaffen, veranstaltet Ausstellungen, diskursive Treffen, Aktionen im öffentlichen Raum und schickt regelmäßig Newsletter. Bei allen Aktionen geht es um Netzwerkbildung, das gemeinsame Arbeiten an Projekten, sowie das Bündeln von Informationen.
Kollektiv Mütterkünste
Das Kollektiv nutzt Mutterschaft als Ressource und verbindet diese mit künstlerischen Gestaltungsformen und wissenschaftlichen Fragestellungen. Dabei folgt das Kollektiv stets dem Prinzip des Konstruktiven, d.h. dem Ziel, nicht nur zu diagnostizieren, sondern Utopien zu entwerfen und sozial-ökologische Perspektiven zu entwickeln. Die sieben Künstler:innen und Mütter aus den verschiedenen darstellenden Künsten haben während ihrer ersten Produktion „UnSichtBar“ am Theater Rampe im Rahmen der Residenz beim 6tagefrei Festival 2021/22 ein solidarisches Arbeitsmodell entwickelt, das die jeweiligen Ressourcen in gemeinsam ausgehandelten Teil- und Vollzeitmodellen bündelt, um so die Vereinbarkeit von Mutterschaft und künstlerischem Schaffen zu ermöglichen.
kunst + kind berlin
Das Netzwerk steht für die Selbstverständlichkeit:
- der grundsätzlichen Akzeptanz von Lücken in der Vita, durch Care-Arbeit bedingt
- der Abschaffung von Altersbeschränkungen bei Stipendien und Auszeichnungen
- von Residenzstipendien mit Kinderbetreuung und Zuschlägen für Betreuungskosten
- der Ausschreibung ortsungebundener Stipendien
- der Unterstützung beim Wiedereinstieg nach der Familienphase
Lewizual
Die beiden Fotografinnen verbindet eine große Leidenschaft für Selbstporträts und sie haben erkannt, dass Selbstporträts ein kraftvolles Medium sind, um das, was ihnen am Herzen liegt, auszudrücken.
Das größte Anliegen der Fotografinnen ist es, das Unsichtbare in Bildern sichtbar zu machen und damit Botschaften zu vermitteln. Besonders wichtig ist ihnen dabei, auf strukturelle Ungleichheit, Intersektionalität sowie die Bedeutung von Care in all ihren Facetten aufmerksam zu machen.
Neben Workshops und Talks organisieren die Fotografinnen auch das Wizual Labor. Das Wizual Labor ist eine Fotografie Community, ein Think Tank für alle FLINTA* Fotografinnen, Künstlerinnen und alle, die es werden wollen. Das Labor wurde ins Leben gerufen, um sich auszutauschen, zu verbünden, zu experimentieren und zu solidarisieren.
Literary Mama
Literary Mama ist ein Online-Literaturmagazin über die vielen Gesichter von Mutterschaft. Es veröffentlicht Lyrik, Prosa, Essays, Rezensionen und Reflexionen und lädt Autor:innen ein, körperliche, psychologische, intellektuelle und spirituelle Erfahrungen des Mutterseins literarisch zu erkunden.
M(other) Art Collective
M(other) Art Collective beschreibt sich als Kollektiv von Künstler:innen-Eltern im Nordwesten Englands. Der Schwerpunkt liegt offenbar auf Austausch, gemeinsamer Sichtbarkeit und kreativen Treffen für Künstler:innen mit Eltern- oder Care-Verantwortung.
M/Others Who Make
M/Others Who Make ist eine internationale Initiative für Frauen und nicht-binäre Menschen, die kreativ arbeiten und Care-Verantwortung tragen. Durch Peer-Support, Hubs, Mentoring, Veranstaltungen und kreative Möglichkeiten stärkt sie Menschen, die ihre künstlerische und sorgende Identität nicht gegeneinander ausspielen wollen.
M.A.R.S. - Maternal Artistic Research Studio
M.A.R.S. ist aus dem Diskurs um die Doppelrolle als Künstler*in und Mutter* entstanden, die die beteiligten Künstler*innen vor einige Herausforderungen stellt. Die Gruppe untersucht die Dimensionen von Mutterschaft* und möchte sie als künstlerischen Bereich nutzbar machen ohne sich dabei auf die Rolle der Mutter* zu reduzieren. Der künstlerische Research erkundet, wie eine künstlerische Praxis mit bzw. trotz Kindern aussehen kann. Dies ermöglicht es, disziplin- und materialunabhängig ins Gespräch zu kommen und zu kollaborieren. Der künstlerische Forschungsprozess wird von alltäglichen, privaten Narrativen und damit von situiertem Wissen informiert.
MAMSIE – Mapping Maternal Subjectivities, Identities and Ethics
MAMSIE steht für Mapping Maternal Subjectivities, Identities and Ethics und ist eng mit dem Journal Studies in the Maternal verbunden. Die Plattform eröffnet wissenschaftliche und kulturtheoretische Debatten über Mutterschaft, Subjektivität, Ethik, Körper, Fürsorge und Repräsentation.
Maternal Art
Maternal Art ist ein unabhängiges britisches Magazin und eine Plattform für Künstler:innen, die sich mit Mutterschaft, Fürsorge und mütterlicher Erfahrung auseinandersetzen. Durch Publikationen, Blogbeiträge, Ausstellungen und Promotion unterstützt es Künstler:innen-Mütter dabei, Sichtbarkeit und neue Öffentlichkeiten zu gewinnen.
MATERNAL FANTASIES
Durch kollektive künstlerische Prozesse gestalten sie den Diskurs über Mutterschaft und machen gleichzeitig zeitgenössische feministische Positionen zu Mutterschaft(en) in der Kunst sichtbar. Ihre künstlerische Praxis setzt auf inklusive, gemeinschaftsorientierte Experimente als Alternativen zu traditionellen Strukturen der Kunstproduktion – etwa durch autobiografische Antworten auf klassische feministische Texte oder Performances, die Kinderspiele einbeziehen.
Maternal Journal
Maternal Journal ist eine internationale Community-Bewegung, die kreatives Journaling zur Stärkung von Wohlbefinden in Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft nutzt. Die Initiative bietet kostenlose Übungen, Ressourcen und Gruppenformate, in denen Schreiben, Zeichnen und Reflexion als Care-Praxis dienen.
Matki twórczynie
Matki twórczynie ist eine Warschauer Gruppe von Künstlerinnen und Müttern. Sie arbeitet an Formaten wie häuslichen Residenzen mit Tutoring für Künstlerinnen mit kleinen Kindern und macht sichtbar, wie Mutterschaft, künstlerische Arbeit und institutionelle Bedingungen zusammengedacht werden können.
Mehr Mütter für die Kunst.
Künstlerinnen mit Kind müssen als legitime Bereicherung der Kunstwelt betrachtet werden.
Die Initiative betrachtet es außerdem als dringend notwendig, die Fördermaßnahmen für Künstlerinnen mit Kind(ern) zu erweitern. Sie fordert die Schaffung von explizit für Künstlerinnen mit Kind angelegten Stipendien wie auch die Anpassung von Residenzbedingungen an familiäre Zusammenhänge.
MOMTRA
MOMTRA dokumentiert Stimmen und Gedanken von Künstler:innen-Eltern über Prioritäten, Unterstützung, Arbeit und Care.
Mother Art Prize
Der Mother Art Prize ist ein internationaler Open Call für sich als Frauen oder nicht-binär identifizierende bildende Künstler:innen mit Care-Verantwortung. Er fördert Sichtbarkeit, Ausstellungen und Anerkennung für künstlerische Arbeiten, die durch Care, Mutterschaft und strukturelle Ungleichheit geprägt sind.
Mother Artists Making Art / MAMAs
Mother Artists Making Art ist eine Bewegung und ein Peer-Support-Format, das die Sichtbarkeit von mother+artists stärkt. In sicheren Treffpunkten erkunden Künstler:innen, die Mütter sind oder gebären, die Verbindung von Identität, Körper, Kunst, Austausch, Spiel und gegenseitiger Unterstützung.
Mother House Studios
Mother House Studios ist ein von Procreate Project initiiertes Ateliermodell mit integrierter Kinderbetreuung. Es schafft bezahlbare, kinderfreundliche Arbeitsräume, in denen künstlerische Praxis und Care-Verantwortung nicht getrennt, sondern räumlich und organisatorisch zusammengedacht werden.
Mother Makers
Mother Makers ist ein Netzwerk für Austausch und Dialog unter Künstlerinnen, Designerinnen und Müttern. Die Initiative untersucht, wie künstlerische Produktion unter Bedingungen von Kinderbetreuung möglich bleibt, und entwickelt Strategien, die Begrenzungen nicht ausblenden, sondern als Ausgangspunkt nehmen.
Motherhood Art Network
Wir veranstalten internationale Online-Konferenzen und verbreiten Informationen über Veranstaltungen, Initiativen, Bücher, Filme und vieles mehr auf unserem Instagram-Account.
Für Collab Posts auf Instagram und für andere Informationen bitte das Motherhood Team direkt kontaktieren.
Motherlore
Motherlore erscheint als Magazin bzw. Zine zu Kreativität, Care, Matreszenz, Natur und Mutterschaft. Die veröffentlichten Themen verbinden literarische, künstlerische und ökologische Perspektiven auf Mutterwerden, Fürsorge, Wandel und kreative Praxis.
MOTHEROTHER
MOTHEROTHER ist ein unterstützendes Kollektiv für Künstler:innen mit Eltern- und Care-Verantwortung. Über Treffen, Gespräche, Residenzen, Ausstellungen und Care-orientierte Förderformate schafft es Räume, in denen künstlerische Entwicklung und Sorgearbeit gemeinsam gedacht werden.
Mothers*, Warriors and Poets
Das aktivistische-künstlerische Kollektiv setzt sich für die Sichtbarkeit von Künstler*innen mit Fürsorgeverantwortung ein und kämpft für gerechtere Strukturen im Kunstsektor. Seit 2019 veranstaltet das Kollektiv Ausstellungen und öffentliche Programme zum Thema „Kunst & Care“ im süddeutschen Raum, um Sichtbarkeit für notwendige strukturelle Veränderungen zu schaffen. Das Kollektiv besteht aus den Kunstschaffenden und Aktivistinnen Sascia Bailer, Anna Gohmert, Renate Liebel, Marie Lienhard und Didem Yazıcı.
Mothers Who Write
Mothers Who Write ist eine Community für etablierte und neue Schreibende, die Mütter sind. Sie bietet gegenseitige Unterstützung, Verbindung, Ressourcen und Schreibformate, um Autor:innenschaft und Mutterschaft als miteinander verbundene Lebens- und Arbeitsrealitäten sichtbar zu machen.
Mothersuckers
Mothersuckers ist ein künstlerisches Projekt von Eve Dent und Zoë Gingell. Es entstand aus persönlichen und künstlerischen Reaktionen auf Schwangerschaft, Mutterschaft und das Maternal als Weise, in der Welt und in Beziehung zur Kunstproduktion zu sein.
MOTHRA Residency
MOTHRA ist ein artist-parent project in Toronto, das Kinder in künstlerische Arbeitsprozesse und Residenzformate einbezieht. Die Initiative will Kunstpraxis und Kinderbetreuung nicht trennen, sondern miteinander verschränken und dadurch Isolation, Ausschluss und starre Vorstellungen professioneller Kunstproduktion herausfordern.
MUTHA Magazine
MUTHA Magazine ist ein Online-Magazin für Mütter, MUTHAs und andere Eltern. Es veröffentlicht Essays, Interviews, Comics und literarische Beiträge über reale, oft alternative oder unbequeme Perspektiven auf Elternschaft, Körper, Politik, Sorge und Alltag.
Nicht nur Mütter
Die Initiative knüpft an das 2018 erschienene Buch Nicht nur Mütter waren schwanger – unerhörte Perspektiven auf die vermeintlich natürlichste Sache der Welt an, das als erstes deutschsprachiges Werk reproduktive Gerechtigkeit aus persönlicher und politischer Perspektive verknüpfte. Im Fokus stehen Erfahrungen rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Elternschaft, die jenseits der cis-heteronormativen Norm liegen – etwa lesbische und queere Familienmodelle, trans Schwangerschaft, Fehlgeburt, Abtreibung oder Pränataldiagnostik.
Mit der Online-Plattform wird das Projekt um neue Beiträge, künstlerische Arbeiten und Fragestellungen erweitert – etwa zu zeitlichen Dimensionen von Schwangerschaft und Elternschaft, rechtlichen Entwicklungen oder der Wirkung aktueller Krisen auf reproduktive Entscheidungen. Die Beiträge reichen von persönlichen Berichten über essayistische Texte bis zu Audioarbeiten.
Other Writers
Other Writers Need to Concentrate macht die komplexen Verbindungen zwischen Autor*innenschaft und Elternschaft sichtbar. Durch Blogtexte, digitale Lesungen und Vernetzungsarbeit fördert der Verein den Austausch, dokumentiert Arbeitsbedingungen und schafft so ein Bewusstsein für die Bedürfnisse schreibender Eltern.
Outside In
Outside In ist keine spezifische Artist-Parent-Initiative, sondern eine britische Charity für Künstler:innen, die aufgrund von Gesundheit, Behinderung, sozialer Lage oder Isolation Barrieren im Kunstfeld erfahren. Die Organisation bietet Plattformen, Künstler:innenentwicklung, Ausstellungen und Trainings.
PAAL – Parent Artist Advocacy League for Arts + Media
PAAL ist eine US-weite Community, Ressourcenplattform und Advocacy-Organisation für Menschen mit Care-Verantwortung in Performing Arts und Media. Sie entwickelt Best-Practice-Modelle, Förderprogramme, Childcare Grants und institutionelle Standards für familienfreundlichere Arbeitsbedingungen.
Parents and Carers in Performing Arts / PiPA
PiPA setzt sich für eine Performing-Arts-Branche ein, in der Care und Karriere zusammen möglich sind. Die Organisation arbeitet mit Arbeitgeber:innen, entwickelt Ressourcen, Forschung, Toolkits und Branchenstandards und unterstützt Eltern und Care-Arbeitende dabei, im Berufsfeld zu bleiben.
Pen Parentis
Pen Parentis ist eine literarische Non-Profit-Organisation für schreibende Eltern. Über Salons, Ressourcen, Vernetzung und Programme unterstützt sie Autor:innen dabei, nach der Familiengründung auf dem kreativen Weg zu bleiben und ihre Schreibpraxis ernsthaft weiterzuführen.
Performance and the Maternal
Performance and the Maternal war ein AHRC-gefördertes Forschungsprojekt der University of South Wales und Edge Hill University. Es untersuchte, wie maternale Erfahrungen, feministische Ethik und Performance zusammenwirken, und bleibt als Archiv und Ressource für Forschung und künstlerische Praxis verfügbar.
POST Photography Collective
POST ist ein Kollektiv von Fotograf:innen, die auch Mütter sind. Es entstand während des Lockdowns 2021 als gegenseitige Unterstützung unter Bedingungen von Homeschooling, Geburt, Familienarbeit und künstlerischer Praxis und arbeitet heute als Netzwerk für Austausch, Sichtbarkeit und fotografische Praxis.
Procreate Project
Procreate Project ist eine Londoner Kunstorganisation, die seit 2013 systemische Veränderung und Gleichberechtigung für Künstler:innen anstrebt, die Mütter oder primäre Caregiver sind. Die Organisation entwickelt Plattformen, Preise, Atelierräume, Programme und Sichtbarkeitsformate für Care-orientierte Kunstpraxis.
Radical Care Lab
Das Kollektiv erachtet es als notwendig, öffentliche Räume neu zu definieren – im Hinblick auf ihre Rolle bei der Gestaltung unseres sozialen und gemeinschaftlichen Verhaltens – und um unsere eigene Position in diesem Zusammenhang zu erkennen. Deshalb beschäftigt sich das Radical Care Lab mit der Frage: „Was ist dein radikaler Akt der Fürsorge?“
Das Kollektiv initiiert künstlerische Interventionen, Diskussionen und Workshops, um Raum für Care im öffentlichen Raum zurückzugewinnen.
Raising Films
Raising Films unterstützt, fördert und vertritt Eltern und Care-Arbeitende im britischen Screen-Sektor. Die Organisation verbindet Forschung, Kampagnen, Ressourcen und praktische Lösungen, um Talentverlust zu verhindern und familienfreundlichere Arbeitsweisen in Film, TV und verwandten Bereichen zu etablieren.
re_dance
Die Plattform verfolgt das Ziel, Tänzer*innen zu bestärken, die Veränderungen, die Elternschaft für die berufliche Identität mit sich bringt, anzunehmen und zu gestalten.
Durch den Austausch mit der Tanz-Community bietet re_dance einen unterstützenden Raum, um Ideen zu sammeln, Lösungsansätze für Arbeitsweisen und Strukturen zu entwickeln und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.
re_dance betreibt kontinuierliche Recherche und organisiert Formate für den Austausch, um verschiedene Perspektiven zu diesem Thema sichtbar zu machen.
Spilt Milk
Spilt Milk Gallery CIC war eine in Edinburgh ansässige soziale Kunstorganisation zur Förderung von Künstler:innen, die sich als Mütter identifizieren. Sie unterstützte Sichtbarkeit, Ausstellungen, Workshops und Community-Projekte rund um Mutterschaft, Kunst und gesellschaftliche Teilhabe; der Instagram-Account markiert 2018–2025 als Archivphase.
Stryx / Mothership Studio
Stryx entwickelt mit dem Mothership Studio in Birmingham einen kreativen Arbeitsraum mit integrierter, radikaler Kinderbetreuung. Das Modell unterstützt Mütter und primäre Caregiver dabei, künstlerische Praxis, Community, Studioarbeit und Familienleben unter besseren strukturellen Bedingungen zu verbinden.
Tanz und Elternschaft AG – Berlin
Die AG wurde 2020 gegründet. Seither werden in regelmäßigem, gemeinsamen Austausch aktuelle Defizite der Tanzszene und des Fördersystems benannt sowie konkrete Lösungsansätze entwickelt. Um ein Netzwerk mit relevanten Akteur*innen und Aktivist*innen zu knüpfen, werden zu den Gesprächsrunden spartenübergreifend Gäst*innen aus der Szene und Kulturpolitik eingeladen.
Tanz und Elternschaft AG – München
Das Tanzbüro München, als Träger der AG zu Tanz und Elternschaft, trägt durch die Vernetzung von Ideen und Ressourcen sowie kulturpolitische Arbeit zur nachhaltigen Verbesserung der Produktionsbedingungen für den zeitgenössischen Tanz in München und seiner größeren Sichtbarkeit im nationalen und internationalen Kontext bei. Neben eigenen Projekten wie dem internationalen Austauschprojekt "Meeting Points" liegt unser Arbeitsschwerpunkt auf Weiterbildungs- und Beratungsangeboten für die professionellen Münchner Tanzschaffenden.
The Artist and the Others
Durch lokale, regionale und internationale Projekte unterstützt die Stiftung Künstler*innen und Kulturschaffende dabei, eine nachhaltige Karriere im kulturellen und kreativen Bereich aufzubauen.
Ihre Projekte sind sorgfältig kuratiert und auf die aktuellen Bedürfnisse von Künstler*innen zugeschnitten – sei es für Berufseinsteiger*innen, Menschen mit mehreren Verpflichtungen, Künstler*innen mit Kindern oder ganz allgemein für aufstrebende Künstler*innen.
The Mothers UK
The Mothers ist ein Online-Archiv von Geschichten und Erfahrungen von Müttern unterschiedlichen Alters und mit Kindern unterschiedlichen Alters. Das Projekt sammelt Texte, Bilder, Videos und persönliche Erzählungen und schafft einen nicht wertenden Raum für ehrliche Perspektiven auf Mutterschaft.
The Mothership Project
The Mothership Project ist ein irisches Netzwerk für Künstler:innen und Kunstschaffende mit Kindern. Es unterstützt die Weiterentwicklung künstlerischer Praxis, organisiert Gespräche, Workshops, Podcasts und Austauschformate und setzt sich für eine inklusivere Kunstwelt für Eltern ein.
WAM - Women in Arts and Media
WAM ist das Netzwerk von und für Frauen* in Kultur und Medien, macht Frauen* in Kultur und Medien weithin sichtbar, empowert über Mentoring, Austausch und Weiterbildung, steht für eine neue Arbeitskultur und bessere Arbeitsbedingungen für Frauen* in Kultur und Medien, stärkt Frauen* in Führungspositionen und auf ihrem Weg dahin, lebt und zeigt ehrenamtliches Engagement regional und überregional und lebt Verbundenheit, Solidarität und Vielfalt. WAM beschäftigt sich auch mit den Verschränkungen von Geschlechtgerechtigkeit und Care-Arbeit in den verschiedenen Formaten.
Werk & Wippe
Die Initiative prüft die Familienfreundlichkeit und die Strukturen von Förderprogrammen in Sachsen-Anhalt und ist mit Auslober:innen und Entscheider:innen im Gespräch über Anpassungen der Ausschreibungen und Durchführungsbedingungen.
Mit verschiedenen Aktionen, wie Vorträgen, Workshops und Ausstellungen wirkt die Initiative mit ihren Themen in die Öffentlichkeit hinein.
Die Initiative ist jung, aktivistisch und offen für alle, die sich beteiligen wollen und Austausch suchen.
Woman Up!
Woman Up! ist ein Podcast, der aus dem Umfeld von Desperate Artwives hervorgegangen ist. Er spricht mit Künstler:innen, Akademiker:innen, Aktivist:innen, Hebammen, Care-Arbeitenden und anderen M/others und versteht sich als zugängliches Archiv von Stimmen, die Normen zu Mutterschaft, Care und Kunst hinterfragen.